Willkommen bei unserem großen Kondensatormikrofon Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Mikrofone. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Kondensatormikrofon zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Kondensatormikrofon kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Kondensatormikrofone ermöglichen hochauflösenden Aufnahmen und sind daher typische Studiomikrofone.
  • Man sollte sich stets vor Augen halten, dass Kondensatormikrofone immer eine Stromquelle benötigen. Sie können mit Batterien, Akkus oder der Phantomspeisung betrieben werden.
  • Kondensatormikrofone können am besten klaren und natürlichen Klang mit hoher Detailtreue wiedergeben.

Kondensatormikrofon Test: Das Ranking

Platz 1: Auna MIC-900B USB Kondensator Mikrofon für Studio-Aufnahmen inkl. Spinne

Platz 2: Rode NTUSB Studioqualität USB-Kondensatormikrofon mit Tischstativ und Popschutz

Platz 3: Neewer NW-700 Professionelle Kondensator-Mikrofon

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Kondensatormikrofon kaufst

Was ist ein Kondensatormikrofon und wie funktioniert es?

Kondensatormikrofone sind elektrostatische Mikrofone. Wie der Name schon verrät, befindet sich in dem Inneren der Kapsel ein Kondensator – darunter versteht man, vereinfacht gesagt, sich zwei eng gegenüberstehende Metallplatten, welche Elektroden genannt werden.

Eines dieser Elektronenleiter ist die Membran, eine dünne Haut aus Kunststoff, welche, durch das Bedampfen mit Metall, leitfähig gemacht wird. Eine gegenüberliegende feststehende Metallplatte bildet die Gegenelektrode.

Ändert sich nun der Abstand, von wenigen Tausendstel Millimeter, zwischen diesen zwei Elektroden, kommt es zu einem Spannungsunterschied.

Die Änderung wird durch das Schwingen der Membran, hervorgerufen, wenn der Luftdruck der Schallwellen auf das dünne Häutchen treffen. Die Spannungsunterschiede bewirken schlussendlich, dass ein akustisches Signal in ein elektrisches Signal übersetzt wird.

Kondensatormikrofone brauchen eine Spannungsversorgung, da der Kondensator aufgeladen werden muss.

Kondensatormikrofone gibt es in verschiedenen Ausführungen – daher sind ihre Anwendungsmöglichkeiten sehr weit gefächert (Foto: Rafabendo / pixabay.com)

Was sind die Vorteile und Nachteile eines Kondensatormikrofons?

Aufgrund ihrer Konstruktion, können Kondensatormikrofone schnell auch auf kurze und plötzliche Klänge reagieren.

Die leichte und frei schwingbare Membran, erlaubt die Aufnahme von Tönen im höheren Frequenzbereich. Die, in verschiedenen Größen erhältliche Bauart kann zugleich auch niederfrequente Töne hervorragend aufzeichnen. Das Kondensatormikrofon liefert somit, einen klaren und natürlichen Klang mit hoher Detailtreue.

Die erhöhe Empfindlichkeit kann aber auch ein Nachteil sein. Es sollte, um keine ungewollten Schallanteile aufzunehmen, stets ein Popschutz bei Sprach- und Gesangaufnahmen und im Außeneinsatz ein Windschutz verwendet werden.

Vorteile

  • Können mehr Obertöne aufnehmen
  • Feiner und sauberer Klang
  • Sehr kleine Modelle produzierbar

Nachteile

  • Nicht robust gegenüber Stößen und Feuchtigkeit
  • Benötigen Spannungsversorgung (Batterie, Phantomspannung)
  • Halten nur begrenzte Lautstärken aus

Kondensatormikrofone sind nur wenig robust und es sollte unbedingt auf die korrekte Lagerung geachtet werden. Fallen sie hin kann schon vieles kaputtgehen. Aber auch sollte man sie gegen Luftfeuchtigkeit und nasser Aussprache schützen, denn sammelt sich Feuchtigkeit zwischen der Membran und der Metallplatte so werden die Töne im hohen Bereich schlechter aufgenommen.

Wurde das Mikrofon nur wenig Feuchtigkeit ausgesetzt, dann kann man es meist, ohne langanhaltende Schäden, trockenen lassen – im gegensätzlichen Fall, kann das Kondensatormikrofon ernsthaft geschädigt werden.

Beachte, dass Kondensatormikrofone immer eine Stromversorgung, meist durch Phantomspeisung oder Batterien, benötigen.

Weiteres, sind Kondensatormikrofone nicht für sehr hohe Lautstärken geeignet. Das liegt daran, dass die Membran nicht so weit schwingen kann, wie es der hohe Lautstärkenpegel benötigen würde – es kommt zur Verzerrung.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kondensatormikrofon und einem dynamischen Mikrofon?

Dynamische Mikrofone funktionieren nach dem Prinzip der induzierten Spannung – jenes besagt, dass durch Bewegung eines Leiters, in einem Magnetfeld, Strom erzeugt wird. Zwei elektrodynamische Mikrofone wären das Tauchspulenmikrofon und das Bändchenmikrofon.

Der Vorteil, bei den beiden dynamischen Mikrofonen, ist, dass keine externe Stromversorgung benötigt wird. Beim Tauchspulenmikrofon bewegt sich eine Spule, mithilfe einer Membran, um einen Magneten, wenn Schall auf die die Membran trifft.

Wegen der Eigenschwingung der Membran kann es zu zur Impulsstreue kommen, was bedeutet, dass eine neutrale Wiedergabe der Schallquelle nicht möglich ist. Manchmal kann dieser Effekt erwünscht sein.

Bändchenmikrofone gibt es sehr viel seltener als die Tauchspulenmikrofone. Bei dieser Bauart schwingt anstatt einer Membran ein hauchdünner Aluminiumstreifen, welcher in einem Magnetfeld eingespannt ist.

Einerseits hat das Bändchenmikrofon aufgrund der kleinen Membranmasse ein besseres Impulsverhalten, da deswegen aber die induzierte Spannung sehr gering ist, wird eine große Vorverstärkung benötigt.

Eine große Vorverstärkung verursacht immer erhöhtes Rauschen.

Die „schwere“ Spule des dynamischen Mikrofons, kann bei Schallwellen nicht so genau mitschwingen wie die leichte Membran des Kondensatormikrofons. Das Resultat:  Das Kondensatormikrofon ist dem Dynamischen, in Punkto Klangqualität, überlegen.

Neben der weitgefächerten Frequenzwiedergabe, ist auch die hohe Impulstreue, durch das geringere Nachschwingen bei schnellen Attacks, ein weiterer Vorteil der Kondensatormikrofone.

Kondensatormikrofon mit einer Spinne und einem Popschutz (Foto: Pexels / pixabay.com)

Was ist der Unterschied zwischen einem Kondensatormikrofon und einem Röhrenmikrofon?

Röhrenmikrofone sind normalerweise Kondensatormikrofone mit einer Großmembran. Sie sind grundsätzlich schon veraltet und werden sehr selten genutzt.

Aufgrund ihrer Bauart mit dem Röhren-Vorverstärker haben sie einen warmen Klang. Diese Eigenschaft kann sehr oft erwünscht sein – als „Vintage“-Stilmittel – aber sie hat den Nachteil, dass die Schallquelle nicht mehr neutral wiedergeben werden kann, wie ein Kondensatormikrofon ohne Röhre es könnte.

Der Klang verändert sich des Weiteren in Abhängigkeit der momentanen Betriebsdauer und in Abhängigkeit des Alters der Rohre.

Nachteile des Röhrenmikrofons sind der erhöhte Preis und die Tatsache, dass sie ein separates Netzteil benötigen, da bei ihnen die Phantomspeisung nicht ausreichen würde.

Was kostet ein Kondensatormikrofon?

So vielseitig die Arten und Typen des Kondensatormikrofones sind, genauso verschieden sind die Preise, wodurch eine genaue Preisempfehlung nicht möglich ist.

Sehr billige Mikrofone, um zum Beispiel 20€ oder 30€, können aufgrund der sehr niedrigen Soundqualität unbrauchbar und somit eine Geldverschwendung sein.

Für einen Anfänger, der sich ein neues Hobby sucht, sind Geräte für 100€ bis 300€ passend, während man sich für den semiprofessionellen Gebrauch ein Mikrofon ab 500€ zulegen sollte. Professionelle Studiomikrofone fangen bei einem Mindestpreis von 1.000€ an.

Bekannte und bedeutende Herstellen haben hohe Standards, was sich natürlich beim Preis erkennbar macht. Bei Neumann, zum Beispiel, werden die Mikrofone Großteils von Hand gefertigt, während Rode ausschließlich im eigenen Haus produziert, um sicherzustellen qualitativ hochwertige Geräte zu schaffen.

Prinzipiell kann man sagen: Je wichtiger eine hohe Aufnahmequalität ist, desto mehr Geld sollte investiert werden.

Wo kann ich ein Kondensatormikrofon kaufen?

Kondensatormikrofone kann man in jedem Musikfachgeschäft in seiner Stadt kaufen oder gleich bei den Online-Shops der Hersteller bestellen. Weitere beliebte Einkaufmöglichkeiten sind folgende:

  • amazon.de
  • eBay.de
  • musicStore.de
  • Conrad
  • Saturn
  • Media Markt

Entscheidung: Welche Arten von Kondensatormikrofonen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen zwei verschiedenen Arten von Kondensatormikrofonen unterscheiden:

  • Kleinmembranmikrofon
  • Großmembranmikrofon

Je nach Einsatzzweck wird ein anderer Typ von Kondensatormikrofon, mit einer bestimmten Membrangröße und Richtcharakteristik, benötigt. Die Form der Richtcharakteristik zeigt auf, wie empfindlich das Mikrofon auf Schall aus verschiedenen Richtungen, in einem 360 Grad Winkel reagiert.

Diese Empfindlichkeit hat einen großen Einfluss auf die endgültige Klangfarbe der Aufnahme.

Wir möchten dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welches Kondensatormikrofon sich am besten für dich eignet. Dazu stellen wir dir alle oben genannten Arten vor und stellen übersichtlich dar, worin jeweils ihre Vorteile und Nachteile liegen.

Was zeichnet ein Kleinmembranmikrofon aus und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Die röhrenförmigen Kleinmembranmikrofone besitzen meist eine Membran mit einem Durchmesser von ca. 17 mm oder einem halben Zoll und werden nur von vorne besprochen. Die kleinere Membran, kann Klangwellen präziser folgen, wodurch eine hervorragende Impulstreue erzielt wird. Jedoch, weist sie aber auch ein höheres Eigenrauschen auf.

Ein weiterer Vorteil der kleinen Membran ist die sehr konsistente Richtcharakteristik, die frequenzunabhängig ist, wodurch auch sehr hohe Frequenzen, die für das menschliche Ohr gar nicht mehr hörbar sind, gefasst werden.

Die frequenzunabhängige und gleichförmige Richtcharakteristik, macht das Kleinmembranmikrofon passend für Stereo- und Surround-Aufnahmen für Chöre, Orchester und Ensembles

Vorteile

  • Hervorragende Höhenwiedergabe
  • Tolles Impulsverhalten
  • Naturgetreue Klangwiedergabe

Nachteile

  • Hohes Rauschen
  • Weniger für Tiefen geeignet
  • Kein eigener Charakter bei Gesangaufnahmen

Aufgrund ihrer Eigenschaft, Klänge naturgetreu aufzufangen, eignen sie sich optimal für die Aufnahme von Saiteninstrumenten, wie Klavieren, akustischen Gitarren, Violinen und vielen anderen.

Sie eignen sich aber – insbesondere aufgrund des raschen Impulsverhaltens– auch für Schlaginstrumente und einigen bestimmten Teilen des Schlagzeuges, wie Snare, Hi-Hat und Becken. Sehr selten werden Kleinmembranmikrofone auch für die Aufnahme von Bassinstrumente verwendet.

Vielen Tontechniker und Sängern kann ein „neutrales“ Mikrofon auch zu langweilig sein. Um Bass- oder Gesangaufnahmen mehr Tiefe und Charakter zu verleihen, wird zum Großmembranmikrofon gegriffen.

Was zeichnet ein Großmembranmikrofon aus und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Großmembranmikrofone sind Mikrofone mit einem Membrandurchmesser ab ca. 25 mm oder einem Zoll. Im Gegensatz zu den Kleinmembranmikrofonen, werden sie seitlich besprochen.

Je größer eine Membran ist, desto matter klingen Schallwellen, die seitlich auf die Membran eintreffen, wodurch nicht so viele Frequenzen aufgenommen werden, wie bei den Kleinmembranmikrofonen.

Dieser Effekt wird bei vor allem höheren Frequenzen, die nicht mehr sauber übertragen werden können, bemerkbar. Auf der anderen Seite, ist die Tiefenwiedergabe voller.

Vorteile

  • Hervorragende Tiefenwiedergabe
  • Optimal für Stimme und Sprache
  • Minimales Rauschen

Nachteile

  • Schwach bei Höhenwiedergabe
  • Kein neutraler Klang
  • Aufgrund der Empfindlichkeit, eher nur Studiomikrofon

Großmembranmikrofone sind empfindlich und deswegen ideal für den Studiobereich. Sie haben einen eigenen Klang, der von der Größe der Kapsel abhängig ist. Die deutliche hörbare Klangfärbung wird von vielen Tontechnikern bevorzugt.

Anwendungsbereiche sind Gesang, Rap, Podcast und Sprache allgemein, zum Beispiel auch bei YouTube-Videos. Sie sind beliebte Geräte für das Homestudio.

Der Vorteil einer größeren Membran ist, dass sie mehr akustische Energie in ein elektrisches Signal wandeln kann und somit eine höhere Ausgangsspannung hat. Das Resultat: Keine große Vorverstärkung wird mehr benötigt, was das Grundrauschen minimiert.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Kondensatormikrofone vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Kondensatormikrofone vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Mikrofon für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Faktoren:

  • Einsatzgebiet
  • Stromversorgung
  • Anschlussmöglichkeiten
  • Lieferumfang
  • Membran
  • Grenzschalldruckpegel
  • Übertragungsbereich und Frequenzgang
  • Samplingrate

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat und wie du diese einordnen kannst.

Einsatzgebiet

Kondensatormikrofone gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Dadurch variiert auch ihr Einsatzgebiet. Hier wurden einige Anwendungsbereiche genannt und welche Arten von Kondensatormikrofone typischerweise dabei verwendet werden.

Live-Bühne

Aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit können Kondensatormikrofone schnell unerwünschte Nebengeräusche aufnehmen und werden daher eher im ruhigen Studio verwendet. Weil sie aber in der Lage sind Sprache klar und sauber wiederzugeben, will man auch auf der Bühne nicht auf sie verzichten.

Prinzipiell werden Kondensatormikrofone für das Studio und dynamische Mikrofone für die Bühne eingesetzt.

Ein typisches Bühnen- oder Auftritt-Mikro ist das Lavalier-Mikrofon. Es ist ein kleines Ansteck-Mikrofon, das mittels eines Senders das Tonsignal an einen Empfänger schickt, der am Mischpult, oder anderem Aufnahmegerät, angeschlossen ist.

Will man, bei einem Live-Auftritt, keine Störgeräusche aufnehmen und Rückkoppelung vermeiden, sollte das Lavalier-Mikrofon möglichst nahe am Mund positioniert werden. Jedoch nicht zu nahe, weil sonst ungewollte Explosivlaute und Zischlaute, bei den Buchstaben P, B, S und F auftreten.

Weiteres, kann man auch ein Kondensatormikrofon mit einer anderen Richtcharakteristik als die Kugel nehmen. Ein unauffälliges Headset-Kondensatormikrofon, zum Beispiel, hat eine Nierencharakteristik, wodurch es weniger anfällig für Rückkopplung ist. Im „schlimmsten“ Fall, kann man auf ein weniger empfindliches dynamisches Mikrofon umsteigen.

Headset-Mikrofone sind unauffällig und schränken den Redner in seiner Bewegungsfreiheit nicht ein (Foto: RaphiD / pixabay.com)

Filme und Videos

Für den Filmeinsatz eignen sich Richtmikrofone am besten. Filmt man mit einem Kondensatormikrofon, dann kann die Stromquelle entweder der genutzte Camcorder sein, wenn er Phantomspeisung zur Verfügung stellt, oder eine eigene Batterie.

Zu beachten ist, dass batteriebetriebene Kondensatormikrofone nicht alle dieselben Betriebszeiten haben – unbedingt vor dem filmen feststellen wie lang die Batterien halten werden, damit man nicht plötzlich ohne Mikrofon dasteht.

Sogar für die GoPro, gibt es sehr günstige Kondensatormikrofone mit Mini-USB-Anschluss. Ob sie einen qualitativ hochwertigen Sound produzieren, sei dahingestellt.

Gaming

Möchte man, beim Spielen von Videospielen, seine Stimme aufnehmen, kann man das ganz einfach mit Kondensatormikrofonen, die man per USB-Anschluss an den PC oder Laptop schließen kann, machen. Es ist besser am Computer gleich ein USB-Mikrofon zu nutzen, anstatt ein Mikrofon mit XLR-Stecker und Adapter.

Adapter neigen oft zum Knacken und anderen Störgeräuschen.

Wer die Voice-Chat-Software TeamSpeak nutzt, sollte unbedingt auf die richtigen Einstellungen achten, um die Stärken seines Kondensatormikrofones zu unterstreichen. Meist sind die Standardeinstellungen nicht optimal und verschlechtern sogar die Klangqualität.

Smartphone

Mit den Smartphone-Kameras kann man immer bessere Fotos und Videos machen. Wieso sollte man mit den Mobilgeräten nicht auch Audio in toller Qualität aufnehmen können? Für das Handy gibt es Lavalier- und Handmikrofone mit einem 3,5 mm Klinkenstecker.

Nachdem man das Mikrofon an den Kopfhörer-Ausgang des Gerätes anschließt, erkennt das Smartphone automatisch, dass es sich um ein externes Mikrofon handelt.

Falls du schon ein Kondensatormikrofon besitzt, kannst du dir auch einfach einen Adapter kaufen, um es mit deinem Handy kompatibel zu machen.

Stromversorgung

Nicht nur der Kondensator in der Kapsel benötigt eine Spannungsversorgung, sondern auch der eingebaute Mikrofonverstärker oder Impedanzwandler. Dieser leitet das Signal störungsfrei zum Mischpult oder Aufnahmegerät.

Kondensatormikrofone können über die Phantomspeisung, mit Batterien, über die Tonaderspeisung oder über ein separates Netzteil mit Spannung versorgt werden – wobei die letzten zwei Varianten veraltet sind:

Phantomspeisung

P48 Phantomspeisung ist eine standardisierte Stromversorgung für Kondensatormikrofone, die direkt vom Mischpult ausgeht. Über ein dreiadriges Mikrofonkabel, ein XLR-Kabel, wird das Mikrofon mit einer Spannung von 48 Volt versorgt.

Batterien

Kondensatormikrofone, ohne Phantomspeisung vom Mischpult, können mit ein bis zwei handelsüblichen AA-Batterien betrieben werden.

Es gibt auch Kondensatormikrofone mit wieder aufladbaren Lithium-Akkus.

Bei den Elektret-Kondensatormikrofonen ist ein Pol chemisch schon vorgeladen, wodurch keine Phantomspeisung mehr benötigt wird. Aufgrund der kleinen Ausgangsspannung des Kondensators, muss aber trotzdem eine Batterie eingesetzt werden, um den Impedanzwandler zu versorgen.

Anschlussmöglichkeiten

Je nachdem wie du dein Kondensatormikrofon verwenden möchtest, brauchst du andere Anschlüsse.

Für eine DSLR-Kamera und einem Handy brauchst du einen 3.5 Klinkenstecker, für das Mischpult einen XLR-Stecken und für den PC und Laptop ein USB-Mikrofon. Man kann auch, an einem Audio-Interface, einen XLR-Stecker anschließen und das Interface dann per USB mit dem Computer verbinden.

Dieses Richtmikrofon hat einen 3,5 mm Klinkenstecker, der kompatibel mit der Kamera ist (Foto: Oziel Gómez / pexels.com)

Lieferumfang

Kondensatormikrofone sollte man immer mit einem Popschutz verwenden, daher wäre es nicht schlecht, wenn dieser gleich mit dem Mikrofon mitgeliefert wird. Verschiede Anschlussadapter, eine Schutztasche, eine Spinne und ein Windschutz sind brauchbare Extras.

Membran

Wie die Größe der Membran sich auf die Aufnahme auswirkt, wurde schon angesprochen. Sehr wichtig ist aber auch eine qualitativ hochwertige Membran, denn sie ist für einen guten Klang unverzichtbar. Meistens muss man hierfür tiefer in die Tasche greifen.

Grenzschalldruckpegel

Der Grenzschalldruckpegel bestimmt bis zu welcher Lautstärke das Mikrofon noch gute Aufnahmen machen kann. Die Lautstärke wird in Dezibel angegeben. Überlege dir vor dem Kauf ob dein Mikrofon hohen oder niedrigen Lautstärken ausgesetzt sein wird. Über 120dB sollte das Mikrofon schon schaffen.

Übertragungsbereich und Frequenzgang

Der Übertragungsbereich ist derjenige Frequenzbereich, für den ein Gerät durch den Bauweise ausgelegt ist. Bei den meisten Mikrofonen reicht dieser Bereich von 20 Hz bis 20 kHz.

Eigentlich sagen diese Werte aber nicht viel über den Klang des Mikrofones aus. Schaut man sich dagegen den grafisch dargestellten Frequenzgang an, bekommt man eher eine Idee davon wie sich das Gerät anhört. Steigen die dB-Werte bei den hohen Frequenzen an, so kannst du davon ausgehen, dass Mikrofon klar und hell klingen wird.

Bestimmte Frequenzbereiche sind für bestimmte Wahrnehmungen zuständig. Die meisten Laute der gesprochenen Sprache treten bei etwa 2000 Hz -5000 Hz auf, deswegen reagiert das menschliche Ohr extrem empfindlich darauf.

Willst du Sprache aufnehmen, brauchst du ein Kondensatormikrofon, welche Mitten am besten aufnehmen kann.

Wenn du stark basslastige Musik produzierst, brauchst du ein Mikrofon, welches gut mit Frequenzen von ca. 40-200 Hz arbeiten kann. Andere Instrumente belegen normalerweise einen Frequenzbereich von ungefähr 200-500 Hz.

Je schneller und kürzer ein Klang erzeugt wird, wie zum Beispiel bei einer Hi-Hat, desto höhere Frequenzen entstehen. Deswegen muss das Mikro für besondere Klarheit, mehr Höhen in dem Bereich von 7000-14000 Hz aufnehmen. Für erhöhte Sprachverständlichkeit und Klangdefinition reichen 3000-7000 Hz.

Wenn es „teuer“ klingen soll, muss das Kondensatormikrofon über 14000 Hz aufnehmen können. Bei diesen Frequenzen wird den Stimmen und Saiteninstrumenten „etwas Luftiges“ verliehen.

Samplingrate

Die Samplingrate bestimmt den Frequenzbereich pro Sekunde, den das Mikrofon umfasst. Diese kann den Übertragungsbereich beschränken. Laut dem Nyquist-Shannon-Abtasttheorem muss die Spamlingrate doppelt so groß sein, wie die aufzunehmende Frequenz.

Wenn du zum Beispiel, mit einer Samplingrate von 48kHz abtastest, kannst du nur eine Frequenz von bis zu 24kHz aufzeichnen. Die Abtastung findet normalerweise in einem Analog-Digital-Wandler statt. Bei USB-Mikrofonen findet die Digitalisierung im Gerät selber statt, weswegen auf die Sample-Rate geachtet werden sollte.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Kondensatormikrofon

Wie kann ich mein Mikrofon pflegen?

Die Meisten denken gar nicht daran, aber man sollte sein Mikrofon immer mal wieder warten lassen. Am besten lässt du dich von den Herstellern beraten oder überlässt die Kontrolle und Instandhaltung Spezialisten.

Wenn man selber die Kapsel öffnet, wird mal wohl mehr kaputt machen als reparieren. Auch kann es passieren, dass du so deine Garantieansprüche verlierst.

Was du selber tun kannst, um Defekte zu vermeiden ist, darauf zu achten in welcher Umgebung du dein Mikrofon aufbewahrst. Setzt dein Kondensatormikrofon keinen extremen Temperaturen aus und achte darauf, dass der Raum in dem du es lagerst nicht feucht ist.

Die Membran im Mikrofon ist sehr empfindlich und kann aufgrund grober Umwelteinflüsse schnell kaputtgehen.

Eine verschmutzte oder beschädigte Membran kann ihren breitgefächerten Frequenzbereich verlieren und das Mikrofon somit dumpfer klingen lassen.

Auch Staub und andere Schmutzpartikeln sollten vermieden werden, da sie sich auf die Membran absetzten können und so ihre Eigenschaften negativ beeinflussen. Falls du dein Mikrofon mit einer Stoffhaube schützt, achte darauf, dass sie nicht Flusen von sich abgibt.

Und letztlich solltest du dein Kondensatormikrofon so oft wie möglich mit einer Halterung verwenden, um das Fall-Risiko zu minimieren. Kondensatormikrofon reagieren sehr empfindlich auf Stöße und können sehr große Schäden davontragen.

Wer ist der Erfinder des Kondensatormikrofons?

1928 baute der deutsche Unternehmer und Entwickler Georg Neumann das erste Kondensatormikrofon.

Es trug den Namen „Neumann CMV3“, umgangssprachlich auch Neumann-Flasche genannt und war das erste serienmäßig hergestellte Kondensatormikrofon. Schon zwei Jahre später wurde es schon, von der Berliner Georg Neumann GmbH & Co KG, weltweit vertrieben.

Die Abkürzung CMV steht für Condensator-Mikrofon-Verstärker und weil es Neumanns dritte Version war wurde ein Dreier an die Bezeichnung gehängt – daher CMV3. Das Kondensatormikrofon arbeitete mit Röhrenelektronik, die ein sehr großes und umständliches externes Netzteil erforderte.

Das Mikrofon selbst wog 1,6 kg, war 32,5 cm hoch und hatte einen Durchmesser von 9 cm. Das Neumann CMV3 war seit seiner Einführung bis in die 1950er-Jahre im Einsatz.

Als in den späten 1960ern die Röhrentechnologie von Transistoren verdrängt wurde, entwickelte Neumann eine Stromversorgung für Kondensatormikrofone, die direkt vom Mischpult ausgeht, die P48 Phantomspeisung, welche rasch zu einem weltweiten Standard wurde und bis heute verwendet wird.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormikrofon


[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofonverst%C3%A4rker


[3] http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/iphone-audioaufnahmen-so-gelingt-der-stoerfreie-mitschnitt-a-1076318.html

Bildquelle: 123rf.com / 41382485

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Redaktion

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